Category Archives: Galerie

Unabhängigkeit total!

Geld muss her – um die Fertigstellung der neuen Platte zu finanzieren. Die Band verfasst folgenden Aufruf:

Mit TRINKEN SINGEN SCHIESSEN, dem neuen Mutter-Album, liefern wir uns aus. Wir begeben uns in die Hände unserer FreundInnen, UnterstützerInnen und Fans. Sie werden das neuste Mutter-Album ermöglichen und – wie gewohnt – keinerlei Einfluss auf die Musik von Mutter haben. Das Ganze wird ausschließlich über das System einer privaten Schuldverschreibung finanziert. Und das funktioniert so:

1. Die Mutterschuldverschreibung ist eine Kaltnadelradierung von Max Müller, gedruckt auf feinem Büttenpapier. Von dieser Schuldverschreibung existieren insgesamt 99 Exemplare zu je 100€, die fortlaufend nummeriert, von Max Müller signiert und von allen Bandmitgliedern unterschrieben sind. Nach der Auflage werden die Druckplatten zerstört!
2. Die Kundin/der Kunde erwirbt ein rechtskräftiges Wertpapier. Dieses ist datiert und kann nach einem Jahr zurückgeben werden, wobei der Kaufpreis voll erstattet wird.
3. Es existieren 3 Motive à 33 Stück in den Farben braun, lila und grün. Die Radierungen werden nach Abfolge der fortlaufenden Nummerierung veräußert. Eine Auswahl ist leider nicht möglich. Aber: der parallel zur Nummerierungsfolge einherschreitende Farb-/Motivwechsel garantiert beim Erwerb von 3 Schuldscheinen den Erhalt aller 3 Motive/ Farben. Die Radierungen werden den GläubigerInnen zusammen mit einem Vertrag in einem festen, knickfreien Karton per Einschreiben zugesandt.
4. Alle BesitzerInnen der Schuldscheine werden namentlich auf der Rückseite des Albums TRINKEN SINGEN SCHIESSEN erwähnt. Wer nicht genannt werden möchte, kann selbstverständlich unerwähnt bleiben und dies im Bestellformular vermerken.
5. Die Nummer 100 zeigt ein Triptychon aller 3 Druckplatten und wird gesondert veräußert.
Das Album wird auf dem hauseigenen Label Die Eigene Gesellschaft erscheinen.

In der Druckwerkstatt Bethanien in Berlin-Kreuzberg entstehen insgesamt 100 Tiefdrucke. Die Zertifikate werden nummeriert und signiert.

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Mutter Pinup Kalender 2011

Ende 2010 erscheint der Mutter Pinup Kalender. Neben 12 Zeichnungen von Mutter-Sänger Max Müller gibt es jeden Monat ein exklusives Mutter-Stück aus der 25-jährigen Bandgeschichte zum Download. Mit dabei ist Unveröffentlichtes, Studio Outakes, Live Aufnahmen usw.
Teil des Kalenders ist ein CD-Cover Vordruck, so dass man am Ende des Jahres ein Mutter-Album basteln kann. Der Kalender ist auf 300 Stück limitiert.

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Mutter Video 1 VHS (1992)

Frank Behnke hat im Archiv des Grauens gekramt und die längst vergriffene MUTTER Videos 1 VHS – Alles was Du schon immer hören wolltest – digital wieder hergestellt.

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Ich schäme mich Gedanken zu haben die andere Menschen in ihrer Würde verletzen

1990 war es soweit: die erste LP ! Produziert von Bruder Wolfgang Müller. Die Band kannte jemanden, der in einem Keller-Studio eine 8 Spur-Aufnahme-Einheit hatte. In 2 Tagen wurden die neuen Songs aufgenommen. Das war noch in 1989. Endlich, nach zwei Jahren Konzerte, Bier und Schokolade. Krach, Saufen und Filme produzieren – das ging gut. Knallhartes Schlagzeug, Verzerrungen und Rückkopplungen, die Treffsicherheit von Max MüIIer’s Texten und Plattentitel – eine arrogante und in sich verlorene Musikwelt Deutschlands wurde aufgebrochen.

Ab jetzt ging es hinaus in die Feuilletons und Clubhäuser. Die Schmiede war im Rauchhaus, (welches Mutter sich mit den Lolitas als Probenraum teilte) und in Max MüIIer’s Kopf.

Das Plattencover mit dem längsten Titel der Rockgeschichte

Das Plattencover mit dem längsten Titel der Rockgeschichte

›Ich schäme mich…‹ war als eine richtige Vinylplatte auf dem Label der Tödlichen Doris erschienen. Das Photo auf der Rückseite entstand beim ersten Ausflug in das neue Berlin – am AlexanderpIatz.

Berti, der immer eine Vorliebe für kratzige Aufnahmen hatte und Beatles Bootlegs sammelte, entdeckte eine verdächtige Ähnlichkeit mit dem 1994 herausgekommenen ›Beatles live at BBC‹ Cover. Nicht nur, dass diese Pilzköpfe Mutter imitierten, sondern der Diebstahl der wunderbaren kackbraunen Plattencoverfarbe ärgerte ihn. Mutter verzichtete jedoch großzügig auf einen Rechtstreit.

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Beatles Cover von 1994

Rückseite von ›Ich schäme mich...‹ 1990

Rückseite von ›Ich schäme mich…‹ 1990